Die magische Schönheit des Tessins hat Künstler zum Bleiben verführt und Reisende verzaubert. Der mediterrane Charme und das milde Klima, gewürzt mit zartem Zypressenduft, bringen jeden Besucher zum Schwärmen.

Bereits in Airolo, bei der Ausfahrt aus dem Gotthard-Tunnel, eröffnet sich einem die Welt des Südens. Hier erblickt man schon "die italienischen Farben", wie der Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler frohlockte.

Der Übergang von der alpinen in die mediterrane Welt erfolgt ganz sanft. Stufe für Stufe senkt sich die Leventina zur Riviera hinab. In weniger als einer Stunde hat man mit dem Auto oder der Bahn mehrere Kilmazonen durchmessen und ist in Locarno oder Lugano angelangt.

Unter den Arkaden einer Piazza bei einem Merlot sitzend, mag man sich überlegen, wohin es einen als nächstes zieht. Das Angebot ist enorm. Profane und sakrale Bauten bekannter und unbekannter Meister ergänzen die landschaftliche Schönheit mit einer kunsthistorischen Komponente von Weltgeltung.

Und während sich die Touristenzentren Ascona, Locarno und Lugano mondän geben und alljährlich mit ihren Musik- und Filmfestivals ins internationale Rampenlicht rücken, führen Fusswege in einsame Höhen, durch abgelegene Täler, entlang ungezähmter Flüsse und in stille Dörfer, wo Granit und Gneiss die Landschaft und die Bauweise der Menschen bestimmen. Willkommen im Tessin!